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Gemeinderat Wallhausen entscheidet ohne Friedhofsfachkompetenz

Liebe Freunde und Unterstützer,                                                

das MITEINANDER in Wallhausen wurde am 17. Mai 2025 gefeiert und die Kampagne „Wir wollen Ricardo zurück!“ ging an den Start. Mit Freunden, Nachbarn, Hinterbliebenen und Gästen haben wir ein Zeichen gesetzt, dass die Beseitigungsverfügung des Grabmals Ricardo Schott durch die Gemeinde Wallhausen und das Urteil des VG Stuttgart ohne die Expertise von Friedhofsfachleuten gefällt wurden. Diese Fehlleistung ist der Katalysator für eine grundlegende Neubewertung des Konfliktes. In einem ausführlichen Brief an den Gemeinderat Wallhausen legen wir diesen Mangel an Sensibilität für fachliche Prüfung und Expertise  am Beschluss der Beseitigungs-verfügung dar und fordern eine neue Sicht auf den Friedhof und einen Weg zur Wiedereinsetzung des Grabmals.

Feier und Start der Kampagne
Feier und Start der Kampagne „Wir wollen Ricardo zurück!“

Gemeinderat mit Sensibilität bei Technik                                          Bei der Entscheidungsfindung, welche neue Heizung für die Kulturhalle Wallhausen gekauft wird, hat der Gemeinderat seine mangelnde technische Kompetenz erkannt und einen technischen Fachmann für Gebäudeausrüstung eingeladen. Aufgrund dessen fach-licher Prüfung und Expertise entscheidet sich der Gemeinderat für eine Pelletheizung.  

Gemeinderat ohne Sensibilität bei Hinterbliebenen                        In Friedhofsangelegenheiten mit trauernden Hinterbliebenen den eigenen Mangel an Fachkompetenz nicht zu erkennen und dennoch zu entscheiden, ist ein schwerwiegender Fehler und eine Überschätzung der eigenen Kompetenzen. Was im Gemeinderat in technischen Belangen bereits funktioniert muss erheblich an der inneren Haltung, der Umgangsform und in der Entscheidungsfindung bei Konflikten mit Hinterbliebenen bezüglich der Grabmalgestaltung korrigiert werden.

Theodora und Hartmut Schott

Hier interessante Beiträge und Links:

 Vandalismus auf der Grabstelle Ricardo Schott ?                     

 

Am 13.06.2025 haben wir unsere Grabstelle auf dem Friedhof wie auf dem Foto (links) vorgefunden. Das Hinweisschild war herausgezogen  und umgedreht und die Flyer waren entfernt. Wir können uns das nicht erklären. Falls jemand Angaben zu dieser Auffindesituation machen kann, bitte melden. Vielen Dank.

Mit Ihrer/Eurer Unterstützung gehen wir in Ruhe und Gelassenheit in die aktuelle Kampagnenphase. Vielen Dank für jede Form der Unterstützung und Begleitung. Wir bitten explizit um Austausch und Rückmeldung.

Mit herzlichen Grüßen                                                                     Hartmut Schott

     

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Kein Verharren im Gestern!

Liebe Freunde und Unterstützer,

nach einer kurzen Erholungsphase auf den Schock der Beseitigung des Grabmals Ricardo Schott geht es mit neuer Leidenschaft in die Auseinandersetzung. Wer meint, jetzt sollte es mal gut sein, der meint es nicht wirklich gut! Für die Hinterbliebenen ist gar nichts gut! Gerichtlich wurde ein Urteil gesprochen, eine moralische, kulturelle und zeitgemäße Beurteilung wird erst noch ausgefochten. Es ist nach wie vor ein kommunales Armutszeugnis der Gemeinde Wallhausen, dass Anders Trauernde vom öffentlichen Friedhof ausgeschlossen sind. Es ist erst gut, wenn der Respekt gegenüber allen  Grabgestaltungen gleichwertig vorhanden ist. Bis dahin kann es ein langer Weg sein, darauf stellen wir uns ein.

Der Vorsitzende des Fachverbands der Friedhofsverwalter Deutschlands e.V., Herbert Schneider, widerspricht dem Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart und der Gemeinde Wallhausen.

In der Fachzeitschrift Friedhofskultur 10/2024 macht Herbert Schneider gegenüber den Richtern und der Gemeindeverwaltung deutlich, dass an der Skulptur nichts „Anstößiges oder Sittenwidriges dran ist und die gelb-orange Farbe lediglich ein Ausdruck des modernen Zeitgeistes ist. Es braucht Empathie und Offenheit – kein Verharren im Gestern.“  Die gebündelte Friedhofsfachkompetenz in Deutschland nimmt Stellung zur kommunalen Friedhofskultur in Wallhausen. Sie fordert von der Rechtsprechung und der Gemeinde Wallhausen Einfühlungsvermögen im Umgang mit Hinterbliebenen und Weite im Herzen und im Denken.

Gestärkt durch die Expertise der Friedhofsfachkräfte Deutschlands starten wir die öffentliche Kampagne „Wir wollen Ricardo zurück!“. Diese Kampagne richtet sich gegen das „Verharren im Gestern“ und gegen den emotionalen Schaden an Hinterbliebenen. Die öffentliche Ausgrenzung und die Respektlosigkeit sind eine seelische Verletzung, die als pietätlose Gewalt bezeichnet wird. Wir bitten die gesamte Bürgerschaft um Unterstützung gegen das inakzeptable Verhalten der Gemeinde Wallhausen und der Friedhofsverwaltung. Wir wollen einen Fortschritt in der Friedhofskultur und im MITEINANDER. Sie wollen dabei helfen?

Unser Tipp: Tragen Sie den Gemeinderäten und Gemeinderätinnen vor, schriftlich, mündlich oder telefonisch, was der Friedhofsexperte Herbert Schneider sagt! Dieses Gremium ist für die Beseitigung verantwortlich und dieses Gremium kann das Grabmal wieder zulassen.

Der Start der Kampagne „Wir wollen Ricardo zurück!“ ist am Samstag 17. Mai, 14 Uhr, am Haus Erikaweg 11, in Wallhausen.

Herzliche Einladung!

Freundliche Grüße                                                                               Hartmut Schott                                                                                       

                                                                                                                                                                                 

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Kopfschütteln über das Friedhofsamt Wallhausen auf der Tagung der Friedhofsverwalter in Mannheim

Auf der “Friedhofskulturellen Fachtagung der Friedhofsverwalter“, vom 20.-22.09.2023, in Mannheim, wurde das Friedhofs-Drama in Wallhausen, um die Grabgestaltung Ricardo Schott und deren Beseitigungsverfügung durch die Rathausverwaltung, thematisiert.        Zwei prominente Vortragsredner stellten den Fall vor:  

  • Dr. Thorsten Benkel, Soziologe                                       Kulturkonflikte und gesellschaftliche Pluralisierung – das Beispiel Friedhof
  • Christoph Keldenich, Rechtsanwalt                                                    Die Wünsche der Angehörigen von heute

Christoph Keldenich ist der Rechtsanwalt, der unsere Klage vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart vertritt. Dr. Thorsten Benkel unterstützt unseren Widerstand gegen die Willkür der Rathausverwaltung Wallhausen von Anfang an. Die Reaktion der anwesenden Friedhofsmitarbeiter, auf die Vorstellung unseres Falls im Vortrag, das berichtete Christoph Keldenich, war Kopfschütteln für das Agieren der Friedhofsverwaltung in Wallhausen.                          

Unser Fall ist ein brand-aktuelles Thema, das die Trägheit, Sturheit und Rückwärtsgewandtheit von Friedhofsämtern im 21.Jahrhundert entlarvt. Dass das Friedhofsamt Wallhausen dazugehört ist ein Ansporn für alle Bürger, die eine Gleichberechtigung von Tradition und Innovation auf den Friedhöfen befürworten und den Respekt gegenüber Hinterbliebenen, die eine traditionelle Grabgestaltung für sich ablehnen, einfordern. Ein gutes Miteinander kann sich entfalten, wenn das Friedhofsamt die Gleichberechtigung der Grabnutzer fördert und ihre Unterdrückung überwindet.